Gefahren und Grenzen der Hypnose

Die Formen von Hypnoseverfahren haben eine universelle Vielfalt erreicht, von moderner Hypnose über klinische-, Gruppen-, klassischer und spiritueller Hypnose. Alle Formen können hilfreiche Werkzeuge sein um psychische und gesundheitliche Probleme einzudämmen oder ihre Ursache aufzudecken. Je nach Anwendungsgebieten können sich hier auch Grenzen und Gefahren aufzeichnen, wobei man dann von einem Bereich der Kontraindikation spricht. Zwischen den Gefahren, Risiken und Kontraindikationen von unbewussten kommunikativen Suggestionen lässt sich nur schwer eine Trennlinie ziehen. Hypnoseverfahren sind schwer definierte Verarbeitungsaspekte, die sehr intensiv in die Gefühls- und Verarbeitungsmechanismen von Menschen eingreifen können. Somit kann bei nicht fachgerechter Ausführung auch sehr schnell ein unbewusster Missbrauch entstehen.

Experimentelle und Klinische Hypnose unterscheiden sich in folgenden wesentlichen Punkten ( Coe & Ryken, 1983, S. 674f.)

Versuchspersonen, die an einer experimentellen Hypnosesitzung teilnehmen, meist Studenten, sind sehr wahrscheinlich emotional nicht so stabil wie Personen aus einer klinischen Population. Die Beziehung zwischen Versuchsperson und Hypnotiseur ist im experimentellen Design von relativ kurzer Dauer und emotional neutral – im Vergleich zu dem engen Therapeut – Patienten – Beziehungen. Experimentelle Ziele sind meist nicht darauf ausgerichtet, emotionale Reaktionen auszulösen und zu verarbeiten. Die hypnotischen Indikationen und Suggestionen im Experiment sind strukturiert. Im klinischen Bereich erfolgen stets individuelle Abstimmungen. Diese kurze Gegenüberstellung zeigt deutlich, dass Aspekte aus dem Bereich der experimentellen Hypnose gerade bei Grenzproblemen nicht mit gleicher Aussagekraft auf die Klinische Hypnose zu übertragen ist. Hilgard und Newmann (1961) untersuchten, ob die standardisiert durchgeführte Hypnose negative Folgen haben kann. Nach ihren Befunden beschreiben 7,7% der Versuchspersonen Nachwirkungen wie Benommenheit oder Kopfschmerzen die sogar stundenlang anhalten können. Hilgard (1974) fand dann bei seiner Untersuchung heraus, dass 35 % der Versuchspersonen Folgewirkungen hatten. 15 % beschreiben sogar langanhaltende Beeinträchtigungen. Bei dieser hohen Störquote sollte Hypnose sehr kritisch angewandt werden. Eine verallgemeinernde Betrachtungsweise bezüglich auf körperliche Schäden gibt es zum derzeitigen Stand nicht und man kann bei fachgerechter Ausführung davon ausgehen, das sich keine Einschränkungen ergeben.
In der Hypnoseanwendung gehen Mediziner, Psychotherapeuten und schulisch Fachgerechte Hypnotiseure auf sehr unterschiedlichen Wegen vor. Dieses ist sicherlich von der unterschiedlichen schulischen Ausbildung abzulesen. Trotz der methodisch unterschiedlichen Herangehensweise lassen sich in der Diskussion über Grenzen und Gefahren der Hypnose starke Kongruenzen finden.

Grenzen des Hypnotiseurs
Eine Hypnose-Methode kann nie absolut nach ihrem Nutzen oder Schaden beurteilt werden. Ihre Anwendung setzt den intensiven Einsatz des Hypnotiseurs voraus. Somit müssen an die Person des Anwenders bestimmte Forderungen gestellt werden. Der Hypno-Therapeut hat bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen, um als solcher nicht gefährlich oder kontraindiziert zu handeln. Grundvoraussetzung ist eine fundierte Ausbildung. Mit der Einstellung, das Hypnoseverfahren eine Wundermethode ist und relativ schnelle, positive psychische und körperliche Erfolge gewährleistet, ist abzuraten. Bei den verschiedenen Hypnose Systemen die auf dem Markt sind, sollte es sich nicht nur um eindimensionale Suggestionsarbeit handeln. Zu leicht können Hypnoseverfahren als reines Technikrepertoire angesehen werden, mit dem schnell schwierige Probleme behoben werden können. Die Erwartungshaltung an verschiedene Hypnose Systeme sind immens groß. Die Gefahr der Selbstüberschätzung des Hypnotherapeuten ist leicht gegeben. Da Hypnose teilweise sehr tiefe Einblicke in die Psyche und in Problemzusammenhänge gibt, kann der Hypnotiseur vielleicht den Allmachtsgedanken entwickeln, der Herr über die Psyche seines Klienten zu werden. Auch kann der Klient in eine Abhängigkeit gegenüber dem Hypnotiseur gelangen.
Die Anwendung der Hypnose stellt eine Kommunikationsplattform zwischen Hypnotiseur und Klient dar. Innerhalb dieser Beziehung agieren zwei Personen in ihren Grundpersönlichkeiten mit Erwartungen und Bedürfnissen. Die fachliche Komponente des Hypnotherapeuten erweckt beim Klienten eine noch höhere Erwartungshaltung zu seinen ungelösten Problematiken. Daraus resultiert dann vom Hypnotherapeuten angewandte Methodik, die eine weitere Plattform der kontrollierten Kommunikation darstellt. Auf diese Weise kann eine Schleife entstehen die durch zahlreiche Faktoren der Kommunikation zu einem Störfaktor werden kann. Somit kann beim Klienten eine unbewusste Angst zu einem Widerstand gegen den eigentlich auszuführenden Trance Effekt führen. Dieser Widerstand oder auch Hemmung darf auf keinen Fall vom Hypnotherapeuten gebrochen werden. Jegliche Uninformiertheit, Kontrollverlustängste, innere Ablehnung oder Angst vor Konfrontationen im Trance Stadium kann zu einer destruktiven Hypnoseanwendung führen.
Klienten mit einer passiven Haltung gegenüber dem Hypnotherapeuten möchten meist eine schnelle und wirksame Behandlung ohne viel Eigenleistung zu erbringen. In solchen Fällen besteht die Gefahr, das Hypnoseverfahren in ein kontraindiziertes Feld gelangt und eher schädigend wirkt. Der Klient entzieht sich hier einer bewussten kommunikativen Auseinandersetzung seiner Problematiken. Die Aufgabe des Hypnotherapeuten besteht hier, sich dem Klienten gegenüber auf Imaginationen, Kognitionen und Emotionen vollends einzulassen und einzufühlen um anschauliche Informationen für seine hypnotische Arbeit zu bekommen.
Auch eine zu enge Beziehungsebene zum Hypnotherapeuten kann problematisch auf den Klienten einwirken. Eine zu enge Beziehung ergibt eine Vertrautheit und die Annahme einer Sonderstellung des Klienten. In diesem Fall kann es vorkommen, das die aufgebaute, vertraute Beziehungsebene zum Hypnotherapeuten mehr im Vordergrund steht als das eigentliche Problem oder die Krankheit. Der enge Kontakt an den Hypnotherapeuten kann, wie schon erwähnt, auch in ein Abhängigkeitsverhältnis gelangen, da mit der intensiven Nähe ein Art von Wunschdenken des Klienten erzeugt wird. Ein Klient der mit den Problemstellungen von Lebensenttäuschungen oder Schuldgefühlen in eine emotionale Abhängigkeit zum Hypnotherapeuten gelangt, kann bei nicht Erfüllung seiner Gedankenwünsche an den Hypnotherapeuten auch in Vorwürfe oder Beschuldigungen gehen. So ist hier dringendst darauf zu achten, das eine Balance von Nähe, Distanz und Macht ausgewogen stattfindet.

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Blockaden
Viele Menschen haben traumatische Probleme aus der Vergangenheit. Hierbei können Hypnoseverfahren sehr gut sein, um dem Klienten eine mehr-dimensionale Ebene der traumatischen Erlebnisse aus der Vergangenheit zu präsentieren. In den meisten Fällen wird hierbei der eigene erlebte Filter in eine Variable mehr-dimensionale Betrachtungswelt gelegt um den Klienten eine Wahlfreiheit seiner Betrachtungsweise zu eröffnen. Bei einer Entscheidung, sich einem Hypnoseverfahren zu öffnen, sollte man bedenken, das positive Blockaden einen nützlichen Hintergrund haben. Eine positiv erzeugte Blockade ist ein Schutzmechanismus der Psyche, um einen größeren Schaden oder Schmerz abzuschirmen. Wird dieser natürlich gewachsene Abschirmmechanismus der Psyche durch ein Hypnoseverfahren geöffnet, so kann es zu weitaus größeren Problemen beim Klienten kommen. Auch halte ich es für ratsam, Hypnose nicht ausschließlich zur Symptombeseitigung zu nutzen, dabei können schwerwiegenden Fehler auftreten. Destruktive Verhaltensstrukturen, Problemstellungen, Schmerzen oder Krankheitsbilder tragen eine funktionale Qualität in sich, die vorweg im kommunikativen Bereich bearbeitet werden sollten. Durch eine vorschnelle Hypnosebehandlung kann es durchaus zu einer Symptom-Verschiebung kommen, so dass letztendlich die Hypnosebehandlungen keinen nachhaltigen Wert erzeugt.

Depressionen
Bei depressiv veranlagten Menschen können Hypnoseverfahren lindernd wirken, wenn sie fachlich präzise eingesetzt werden. Hier sollte man bedenken, dass es unzählige Muster und Arten von Depressionen gibt. Klienten die unter Depressionen leiden, haben alle eine unterschiedliche Erlebniswelt in ihrem Leiden. Eine hypnotische Autosuggestion, die nicht zur Erlebnis-Welt von depressiven Menschen gehört, kann in dem Speicher und Verarbeitungszentrum der Psyche einen Verwirrungszustand auslösen, der einen destruktiven Charakter hinterlässt. Man möge beachten, das Menschen, die sich in einem Trance-Zustand befinden eine stark verminderte Kritikfähigkeit haben und sich gegen unterschwellige hypnotische Fehlinstruktionen nicht wehren können. Auch können mehr-dimensionale Ursachen in einer laufenden Hypnose-Sitzung auftauchen. Hierbei ist es wichtig, nicht den eigenen Anspruch zu haben alles zu ergründen und den Mangel schnellst möglich zu beheben. Eine Überforderung des Klienten würde zwangsläufig das Ergebnis sein.
Zu dem Thema Hypnoseverfahren berate ich dich gerne ganz individuell. Es stehen immer mehrere Perspektiven für Lösungsansätze von Problemen, Krisen oder Krankheitsbilder zu Auswahl, die du variable nutzen kannst.

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